Schreibübung: Ich erinnere mich
Tuesday, August 31st, 2010Ich erinnere mich an den alten Heuwagen.
Ich erinnere mich an die rote, abblätternde Farbe.
Ich erinnere mich an die rostigen Scharniere und Leisten.
Ich erinnere mich an die platten Reifen.
Ich erinnere mich an das Gras, das an den Reifen emporwuchs.
Ich erinnere mich an den Jungen, der im Wagen saß.
Ich erinnere mich an die Scheune am Weg.
Ich erinnere mich an den alten Heuwagen, neben der Scheune.
Ich erinnere mich an den Baum, unter dem der Heuwagen stand.
Ich erinnere mich an das Rauschen seiner Blätter im Wind.
Ich erinnere mich, dass ich zu dem Jungen in den Wagen kletterte.
Ich erinnere mich an meinen Bruder.
Ich erinnere mich an die Geräusche, die der Wagen machte.
Ich erinnere mich an die Geräusche, die wir für den Wagen machten.
Ich erinnere, wie mein Bruder rief „Vorsicht! Da liegt ein Ast auf der Straße!“
Ich erinnere mich an die Bremsgeräusche.
Ich erinnere mich, wie unsere Köpfe nach vorne nickten.
Ich erinnere mich an die Wege, die dieser Wagen uns entlangfuhr.
Ich erinnere, wie der Wagen manchmal in den Kurven quietschte, ein Rad abhob.
Ich erinnere mich, dass der rote Heuwagen dabei ganz still stand.
Ich erinnere mich, dass wir die Leute am Weg grüßten.
Ich erinnere mich, dass wir ihnen laut zuriefen.
Ich erinnere Leute, die wir uns ausdachten.
Ich erinnere Leute, die am physisch stehenden Wagen vorbeikamen.
Ich erinnere mich an meinen Bruder.
Ich erinnere mich an seine guten Ideen.
Ich erinnere mich an den Wind.
Ich erinnere mich an das Salz in der Luft.
Ich erinnere einen Kuss auf die salzige Wange meines Bruders.