Posts Tagged ‘german’

Roman schreiben, Versuch Nr. 4

Thursday, December 4th, 2008

Vor längerer Zeit wuchs mein Wunsch, einen längeren Roman zu schreiben. Leider war der Wunsch bisher recht kleinwüchsig. So auch dieses Mal wieder. Rechts in der Seitenleiste findet fand man ein Widget, eingefügt der Link zu meinem Profil und Wordcount bei NaNoWriMo. Und da der National Novel Writing Month (NaNoWriMo) der November ist, habe ich auch brav am ersten November-Wochenende angefangen, zu schreiben und fleißig meinen Wordcount eingetragen. Die ersten zwei Tage. Danach fing mein neuer Job an, für den ich mit zwei Wochen Vorwarnung mal eben ausgewandert bin. Und seitdem war das Chaos und meine abendliche Erschöpfung so groß, dass ich mich zu nichts aufraffen konnte. Geschweige denn dazu, einen Roman zu schreiben. Nunja. Ich brauche weder organisierte kollektive Zwangsbespaßung, noch organisiertes kollektives Zwangsschreiben. Bilde ich mir ein. Also hoffe ich auf das nächste Mal, wenn mich die Muse küsst.

Weil: My muse can beat up your muse. With ease.

Für den Moment ist es aber leider so, dass ich in die Datei einen dicken Fail Whale einbauen müsste.

Fail Whale, lazzored by Bre Pettis in the NYCResistor Hackerspace, New York

Fail Whale, lazzored by Bre Pettis in the NYCResistor Hackerspace, New York

Projektbezogener Dateimanager

Friday, July 18th, 2008

Secret Files von ARTS @flickr.comSubversion, Git. Ja. Versionskontrolle ist gut für größere Projekte, die sich über längere Zeit entwickeln. Für Subversion auch für Texter und Autoren spricht sich Rachel Greenham aus, für git Tycho Garen. Auf diese beiden Möglichkeiten, die Versionen bestimmter Dateiformen nachhalten zu können, und im Nachgang auch miteinander zu vergleichen, können nur ganz bestimmte Menschen zurückgreifen. Und die Notizen, die zu den Änderungen gespeichert werden können, sind eben - zumindest in keiner Lösung, die ich kenne - nicht gerade für visuelle Menschen gemacht. Darüber hinaus fällt das projektbezogene Arbeiten mit Medien schwer, da eben nur bestimmte Dateitypen, versions-kontrolliert werden können. Und arbeiten mit hierarchischen Ordner-Systemen ist für jeden nervig, der häufig bestimmte Dinge projektübergreifend wiederverwenden kann.

Aber es braucht für visuell und textlich denkende Menschen auch eine informationelle Klammer, die Dokumente und Dateien zu bestimmten Themen und in bestimmten Kontexten sammeln, umorganisieren und wiederfinden lassen. Anscheinend tut sich da was, zumindest in der Open Source-Entwicklung. So schreibt Keywan Najafi-Tonekaboni bei open heise:

Gnome-Mitbegründer Frederico Mena-Quintero legte den Fokus auf den klassischen dokumentenzentrierten Desktop. Während Anwender mit E-Mails, Chat oder Musik keine Probleme haben, hätten sie doch oft Schwierigkeiten, ihre Dokumente zu finden. Statt einer Ansicht in Ordnern plädierte er für ein Journal, das Dokumente chronologisch sortiert anzeigt. Neu sei diese Idee zwar nicht, so Mena-Quintero, aber mit einer sinnvollen Oberfläche und ergänzt um Funktionen wie Tags könnte es für die Nutzer eine deutliche Verbesserung bedeuten. Im Anschluss entstand eine rege Diskussion um Möglichkeiten der Implementierung – die ersten Freiwilligen zur Umsetzung haben sich bereits gemeldet. Link

Für Mac OS X gibt es übrigens noch Journler. Das aber eben als reiner Informationsmanager es noch nicht trifft, und auch keine Dateien verwaltet. Taggen, visuelles Aufbereiten, smarte Ordner, Versionskontrolle und Wiki-Funktionalität - das hätte ich gerne. Also weiter nach dem Produktivitäts-Ei des Kolumbus Ausschau halten.

Public netcasting beta

Thursday, June 19th, 2008
Public netcasting beta

Das Beta-Prinzip ist ja seit einigen Jahren überall, und schon fast gehört es zum guten Ton, das Beta im Namen zu führen. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat sich das in Deutschland allerdings noch nicht niedergeschlagen. Hier sind die Lösungen meist nicht nur konservativ-prioritär, sondern es wird jahrelang hinter geschlossenen Türen getüftelt, und ehe nicht alles rechtlich hundertprozentig abgeklopft und auch noch gegen die PR-Maschine der Verleger- und Provider-Verbände abgedichtet ist, kriegt das Publikum gar nichts zu sehen.

Das ist irgendwie schade. Warum nicht die Öffentlichkeit an den internen Überlegungen teilhaben lassen, warum nicht erstmal die Entwicklungen verfolgen und probieren und gleichzeitig die Gebührenzahler_innen darauf antworten lassen? So macht es beispielsweise NRKbeta, eine Versuchsplattform des norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks NRK. Hier wird über grundsätzliche Entwicklungen des Internets und die Zusammenhänge mit anderen Medien geschrieben, aber auch selbst entwickelte Überlegungen und Lösungen beschrieben. Und das alles geschieht unter dieser Maxime:

The only way to control your content is to be the best provider of it.

Und neben anderen Versuchen, werden bestimmte Sendungen auch über das Peer-to-Peer-Protokoll Bittorrent verbreitet. Dafür mussten bestimmte rechtliche Vorraussetzungen geschaffen werden, aber die NRKbeta-Macher bezeichnen die Bereitstellung von Inhalten per Bittorrent als einen großen Erfolg.

Some weeks ago NRK - Norwegian Broadcasting put up one of the most popular shows in Norway on bittorrent. For free, with no DRM, no country restrictions. It has been a huge success and so far about 100 000 episodes have been downloaded by our readers! After being featured on boingboing and digg, Eirik Solheim of NRK was interviewed by the German website Tagesschau. (Quelle)

Wäre zu wünschen, dass trotz der neuesten Entwicklungen die öffentlich-rechtlichen Sender den Mut finden, ihre Politik der hinter verschlossenen Türen entwickelten proprietären Lösungen zu beenden, und den Gebührenzahlern mit sinnvollen Mitteln das zur Verfügung stellen, was teuer produziert wurde.

Desktop-Wiki

Monday, June 16th, 2008

Wikis. Was soll das sein? So was wie die Wikipedia? Jein. Nja. So in der Art, und ganz anders. Wikis eignen sich besonders gut zum Informationsmanagement. Einfach zu bedienen, einfach, unter den gesammelten Informationsstücken Verknüpfungen herzustellen. Und wieso für den Desktop, also für den eigenen Rechner? Nun, weil sich dort Informationen sammeln lassen, die sich in Browser-Bookmarks nicht erschöpfen. Die nicht öffentlich sein sollen. Sich aber gleichzeitig im Browser betrachten lassen.

Seit einiger Zeit wünsche ich mir im Grunde einen Dateimanager, der Wiki-ähnliche Funktionen hat. Weil es so viel einfacher ist, Infos und Gedanken zu einem Projekt, dass hauptsächlich am Rechner entsteht, auch dort zu sammeln. Und gleichzeitig Dateien zu beschriften und zu beschreiben - und sie somit in einen Kontext einzordnen. Zusammenhänge herzustellen, die über die Inhalte der Dateien hinausgehen. Naja. Gibts nicht, soweit ich weiß.

Seit einer Weile nutze ich als informationellen Backbone meiner Todo-Liste ein Wiki, das MoinMoin-Wiki in der Desktop-Edition. Auf dem Mac funktioniert das recht gut. Ich muss nur daran denken, die moin.py nach dem Rauffahren anzuklicken - und viola. Schon funktionierts. Die ersten Einträge waren in einer halben Stunde gemacht, die Präsentation ist optisch ansprechend. Und so übersichtlich, wie mensch es sich macht.

LaTeX-Textsatz im Web

Monday, June 16th, 2008

Texte, Formeln, Tabellen - für all diese Dinge gibt es teure Programme. Im Sinne von “what you see is what you get” (WYSIWIG), lassen diese den Benutzer gleich sehen, wie das Dokument aussehen wird. Aber teuer bedeutet nicht immer dem Bedarf angemessen. Sicher, für ein paar schnelle Ausdrucke für wenige Leute reicht es meist. Was aber, wenn das, was gedruckt werden soll, lange Bestand hat, Professionalität und Lesbarkeit vereinen soll? Die meisten Office-Programme können ein gutes Schriftbild im Ausdruck nicht gewährleisten, gerade große und komplexe Dokumente sehen oft nicht schön aus. Professioneller Satz ist oft teuer und es sind mehrere Abstimmungsschritte notwendig.

LaTeX verfolgt einen anderen Ansatz zum Schriftsatz_ Zunächst muss man dem Programm im verfassten Dokument Anweisungen geben, wie es aussehen soll, und anschließend vom LaTeX-Programm verarbeiten lassen. “What you see is what you mean” (WYSIWYM) ist demnach für visuell arbeitende und layoutende Menschen zunächst gewöhnungsbedürftig. Aber die Einarbeitung lohnt sich. Denn am Ende lassen sich schöne Dokumente in verschiedenen, universell lesbaren Formaten erzeugen. Wichtig für viele Autoren oder Studierende ist vor allem die Stabilität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse durch den ganzen Produktionsprozess hindurch. Wo frühere oder aktuelle Versionen gewisser bekannter Office-Programme beispielsweise Fußnoten über mehrere Seiten schoben, leere Seite erzeugten, oder schlicht ab einem gewissen Umfang eines Projekts den Dienst versagten, bringt LaTeX Abhilfe. Selbst bis zum Nachrichtenangebot von Spiegel Online hat es LaTeX in einem Artikel von ap-Autor Peter Zschunke gebracht.

Es gibt jede Menge Lösungen für verschiedenste Betriebssysteme, um LaTeX zu installieren, und sich mit Editoren und verschiedenen anderen Hilfsmitteln zu unterschiedlichen Problemstellungen Hilfe zu holen. An dieser Stelle werden einige Ressourcen dokumentiert, die sich mit der Verwendung von LaTeX Online befassen:

MonkeyTeX - Ähnlich wie GoogleDocs strebt MonkeyTeX an, eine Online-Textverarbeitung mit der Möglichkeit zur Kollaboration zu werden. Die Seite befindet sich in der Entwicklung und arbeitet in unterschiedlichen Browsern zu unterschiedlichen Zeiten. Benutzer können Bilder, .tex-Dokumente und LaTeX-Styles hochladen.

LaTeX to PDF - Ein weiterer Versuch, hat den Test auch nicht wirklich bestanden.

LaTeX-Erzeugung in Flash - Hier gibt eine Flash-Anwendung die Möglichkeit, LaTeX-Dokumente in DVI umzuwandeln. Obwohl work in progress, bisher die beste Alternative für Dokumente.

LaTeX-Renderer für unterschiedliche Installationen - Auf dieser Seite kann man die Render-Funktion für mathematischen Formelsatz ausprobieren, oder zu Anleitungen zum Installieren für verschiedene Foren- und Bloginstallationen gelangen. Zum Beispiel zur Anleitung für WordPress.

Ein weiterer LaTeX-Render, allerdings mit weniger Möglichkeiten.

Gleichungseditor zur Online-Anwendung - mit vielen Möglichkeiten mathematischen Formelsatzes, und verschiedenen Textsatzmöglichkeiten. Es ist auch möglich, diesen innerhalb des eigenen Web-Angebots zur Anwendung zu bringen.

Texify - ist eine Anwendung für Webseiten, die auf mimeTeX basiert. MimeTeX ist ein Versuch, unabhängig von Betriebssystem und einer eventuellen LaTeX-Installation darauf, LaTeX in Webseiten und -Diensten zu rendern. Hier ist eine weitere Alternative.

Der LaTeX-Generator - hilft LaTeX-Anfängern beim erzeugen des Dokumenten-Headers für die Grundkonfiguration. Nur geeignet für den Einstieg in das Schreiben von wissenschaftlichen Artikeln, Berichten und längeren Arbeiten.

Open LaTeX-Project - Vielversprechendes Projekt, bisher ohne sichtbare Ergebnisse.

WordPress.com - Blogging-Plattform, die die Benutzung von LaTeX in ihre Dienste eingebaut hat.

Upgraded Hipster PDA

Saturday, June 14th, 2008
Upgraded Hipster PDA

Eigentlich eher aufgehübscht. Dieses Wochenende hats mich gepackt, und inspiriert von Bre Pettis‘ Video über das Bedrucken von Stoff griff ich mir ein paar herumliegende Sachen, Bastelschere, und Papier. Kaufen musste ich noch sprühbare Textilfarbe, und Textilfarbe im Tiegel. Und Süßkartoffeln. Um Stempel daraus zu machen. Mein Hipster PDA ist immer in der Tasche, wenn ich rausgehe. Mal nutze ich diese praktisch mit einem Ring zusammengefasste Lose-Blatt-Sammlung mehr, mal weniger. Eine kleine Community erstellt Druckvorlagen, Anleitungen zum Basteln finden sich bei Instructables. Und viele posten Bilder Ihrer analogen PDAs bei flickr. Die Vorteile dieser papiernen Helfer sind nämlich: batterie- und akkulos glücklich, sowie beliebig erweiter- und modifizierbar.