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Schreibübung: Ich erinnere mich

Tuesday, August 31st, 2010

Ich erinnere mich an den alten Heuwagen.
Ich erinnere mich an die rote, abblätternde Farbe.
Ich erinnere mich an die rostigen Scharniere und Leisten.
Ich erinnere mich an die platten Reifen.
Ich erinnere mich an das Gras, das an den Reifen emporwuchs.
Ich erinnere mich an den Jungen, der im Wagen saß.
Ich erinnere mich an die Scheune am Weg.
Ich erinnere mich an den alten Heuwagen, neben der Scheune.
Ich erinnere mich an den Baum, unter dem der Heuwagen stand.
Ich erinnere mich an das Rauschen seiner Blätter im Wind.
Ich erinnere mich, dass ich zu dem Jungen in den Wagen kletterte.
Ich erinnere mich an meinen Bruder.
Ich erinnere mich an die Geräusche, die der Wagen machte.
Ich erinnere mich an die Geräusche, die wir für den Wagen machten.
Ich erinnere, wie mein Bruder rief „Vorsicht! Da liegt ein Ast auf der Straße!“
Ich erinnere mich an die Bremsgeräusche.
Ich erinnere mich, wie unsere Köpfe nach vorne nickten.
Ich erinnere mich an die Wege, die dieser Wagen uns entlangfuhr.
Ich erinnere, wie der Wagen manchmal in den Kurven quietschte, ein Rad abhob.
Ich erinnere mich, dass der rote Heuwagen dabei ganz still stand.
Ich erinnere mich, dass wir die Leute am Weg grüßten.
Ich erinnere mich, dass wir ihnen laut zuriefen.
Ich erinnere Leute, die wir uns ausdachten.
Ich erinnere Leute, die am physisch stehenden Wagen vorbeikamen.
Ich erinnere mich an meinen Bruder.
Ich erinnere mich an seine guten Ideen.
Ich erinnere mich an den Wind.
Ich erinnere mich an das Salz in der Luft.
Ich erinnere einen Kuss auf die salzige Wange meines Bruders.

Roman schreiben, Versuch Nr. 4

Thursday, December 4th, 2008

Vor längerer Zeit wuchs mein Wunsch, einen längeren Roman zu schreiben. Leider war der Wunsch bisher recht kleinwüchsig. So auch dieses Mal wieder. Rechts in der Seitenleiste findet fand man ein Widget, eingefügt der Link zu meinem Profil und Wordcount bei NaNoWriMo. Und da der National Novel Writing Month (NaNoWriMo) der November ist, habe ich auch brav am ersten November-Wochenende angefangen, zu schreiben und fleißig meinen Wordcount eingetragen. Die ersten zwei Tage. Danach fing mein neuer Job an, für den ich mit zwei Wochen Vorwarnung mal eben ausgewandert bin. Und seitdem war das Chaos und meine abendliche Erschöpfung so groß, dass ich mich zu nichts aufraffen konnte. Geschweige denn dazu, einen Roman zu schreiben. Nunja. Ich brauche weder organisierte kollektive Zwangsbespaßung, noch organisiertes kollektives Zwangsschreiben. Bilde ich mir ein. Also hoffe ich auf das nächste Mal, wenn mich die Muse küsst.

Weil: My muse can beat up your muse. With ease.

Für den Moment ist es aber leider so, dass ich in die Datei einen dicken Fail Whale einbauen müsste.

Fail Whale, lazzored by Bre Pettis in the NYCResistor Hackerspace, New York

Fail Whale, lazzored by Bre Pettis in the NYCResistor Hackerspace, New York